Re:Zero -Starting Life in Another World-

| Nov 5, 2016

Informationen

Titel: Re:Zero kara Hajimeru Isekai Seikatsu (jap.) Re:Zero -Starting Life in Another World- (eng./dt.)
Genre: Action, Drama, Fantasy, Mystery, Psychodrama, Romance
Erscheinungsjahr: 2016
Regie: Masaharu Watanabe
Musik: Ken'ichirou Suehiro
Animationsstudio: White Fox
Episoden: 25 (~25min)
Format: Serie

Kurzbeschreibung

Natsuki Subaru wollte nur eben Snacks im Supermarkt kaufen, als er sich plötzlich in einer komplett anderen Welt wiederfindet. Neben Fabelwesen, Magiern und einer fremden Kultur findet sich der Junge zunächst überhaupt nicht zurecht. Kurzerhand wird er in einen Überfall verwickelt, doch in letzter Sekunde noch von der bezaubernden Satella gerettet. Durch sie findet er einiges über diese neue Welt heraus und erfährt auch etwas über Magie. Das Blatt wendet sich jedoch ganz schnell als die beiden rücklings brutal ermordet werden. Im Sterben liegend schwört Subaru alles zu tun, um Satella zu retten. Nur um kurz darauf wieder am Anfang seines Abenteuers zu stehen...

Bewertungen

Animation/Zeichenstil

Wenn man sich den Zeichenstil von Re:Zero so ansieht, erinnert einem dieser schnell an einen gewöhnlichen Fantasy/Harem-Anime, adaptiert von einer Light Novel. Mit leuchtenden Augen, geröteten Wangen und niedlichen Designs wirkt diese Serie alles andere als ernstzunehmend. Animationstechnisch hat man sich viel Mühe gegeben, denn diese wirken überdurchschnittlich gut. Hier und da hat man Hintergrundcharaktere unauffällig in 3D animiert, aber zusammengefasst waren die Animationen sehr gut.

Handlung

Re:Zero startet wie einer dieser - in letzter Zeit sehr beliebten - "Neue Welt"-Anime (genannt Isekai-Genre) gemischt mit dem Zeitreise-Faktor. Man hat sich weniger Mühe gegeben zu erklären, warum Subaru plötzlich in einer anderen Welt landet. So lebt er nun eben in dieser Welt und scheint kaum Gedanken daran zu verschwenden. Wenn man doch zu dem Zeitreise-Dilemma blickt, gehört dieser Anime zu den besseren seiner Vertreter. Subaru steht diesem Problem nämlich außerdordentlich realistisch und nachvollziehbar gegenüber. Hinzu kommen die ständigen Twists und Überraschungen die einem immer nur raten lassen, was nun schon wieder schief gelaufen ist. Gegen Mitte der Serie nimmt die Spannung dann etwas ab. Es tauchen Charaktere auf, bei denen man eigentlich gar nicht weiß was sie genau vorhaben, manche Folgen wirken sogar planlos dazwischen gequetscht. Da das Original noch dazu nicht zu Ende ist wirkt die Serie unvollständig, darum lässt sich nur auf eine Fortsetzung hoffen, um den fehlenden Teil zu ergänzen.

Charaktere

Was diesen Anime sehr interessant macht ist, was sie aus dem Protagonisten machen. Er setzt einen gewöhnlichen Menschen in eine neue Fantasy-Welt. Subaru kann keine Magie verwenden und ist auch nicht der Klügste, aber durch das ständige Sterben entwickelt er sich weiter. Er versucht die Dinge zu ändern und weiß auch wo er steht, was ihn zu einem guten Charakter macht. Was noch fehlt wäre etwas mehr Persönlichkeit und Hintergrund, da er hin und wieder Dinge tut, die etwas klischeehaft oder einfach nur unlogisch wirken. Das lässt ihn anfangs leider wie einen komplett unernsten Charakter da stehen. Der überwiegend weibliche Anteil an Protagonisten verstärkt den Verdacht auf Harem und Ecchi-Anteile, doch hat man nie das Gefühl, dass es so ausartet denn beide Anteile sind nur ganz selten vertreten. Einige Nebencharaktere bekommen dann doch mehr Tiefgang als anfangs erwartet und wirken sehr gut.

Musik

Grandios! Nicht nur die sehr gute und passende Hintergrundmusik kann überzeugen sondern auch die Intros bzw. Outros. Das von Konomi Suzuki (die man schon aus dem Opening von No Game no Life kennt) gesungene Lied "Redo" sowie das zweite Opening "Paradisus-Paradoxum" von MYTH & ROID wirken nicht nur soundtechnisch sondern auch visuell sehr gut. Auch die beiden Ending-Songs passen gut und leiten eine eher traurige Stimmung ein. Schade ist nur, dass in vielen Folgen beides oft einfach weggelassen wurde.

Fazit

Leider wirkt Re:Zero im ersten Augenblick wie all das, was es eigentlich nicht ist. Auch wenn der häufig vorkommende und überwiegend niedliche Stil, sowie der Großteil an weiblichen Charakteren auf eine schlecht geschriebene Serie vermuten lässt, überrascht die Serie im späteren Verlauf doch sehr. Gerade die Story weist große Pluspunkte im Bereich nachvollziehbare Handlung und Entwicklung auf, ergänzt durch überraschende Wendungen. Der Hauptcharakter zeigt am Anfang noch viele Schwächen, aber er entwickelt sich ständig weiter und kann viele Dinge verändern. Und das ganz ohne übernatürliche Fähigkeiten, die er von irgendwo bekommt. Die Nebencharaktere sind auch ganz nett, ein paar haben interessante Hintergründe bekommen, und ein paar wirken dann wieder wie aufgestellt. Animations- und soundtechnisch ist die Serie auch wirklich sehr gut. Ich kann nur jedem empfehlen, einen Blick in Re:Zero zu werfen und sich selbst davon zu überzeugen!

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