Servamp (Anime)

| Oct 8, 2016

Informationen

Titel: Servamp
Genre: Action, Comedy, Drama, Shounen, Supernatural
Erscheinungsjahr: 2016
Regie: Itto Sara
Musik: Kenji Kawai
Animationsstudio: Brain's Base, Platinum Vision
Episoden: 12 (~25min)
Format: Serie

Kurzbeschreibung

Mahiru Shirota ist ein 16-jähriger Schüler, der komplizierte Dinge hasst und sein Leben möglichst simpel leben möchte. Eines Tages findet er eine schwarze Katze in einer Seitenstraße, nimmt diese mit nach Hause und gibt ihr den Namen Kuro. Wie sich später herausstellt ist Kuro keineswegs eine Katze, sondern ein Vampir. Genau genommen heißt er Sleepy Ash und ist der Servamp der Trägheit - eine der sieben Todsünden. Ungewollt schließt Mahiru mit Kuro einen Vertrag ab und steht nun zwischen den Fronten der sechs restlichen Brüder, sowie der achten Todsünde Tsubaki...

Bewertungen

Animation/Zeichenstil

Während das Opening noch sehr gut animiert ist, sieht es bei den Folgen an sich anders aus. Die Kämpfe sind in Ordnung doch zwischendurch wird oft runtergeschraubt, so dass viele Standbilder entstehen. Gerade das Ending sieht sehr dürftig aus. Der Zeichenstil ist sehr nett, er passt gut zur Serie. Besonders die bunte Haare und die krassen Outfits sind typisch für ein Fantasy/Shounen-Setting. Dieser Punkt lässt die Serie sehr witzig und unernst wirken, aber die Serie glänzt auch sehr gut in diesen Punkten.

Handlung

Wer sich die Handlung durchliest, dem wird das Setting sehr bekannt vor kommen. Irgendwas mit Vampiren, Verträgen und Kämpfen - eben genau das was die Serie auch bietet. Dabei wirkt das Geschehen anfangs etwas gehetzt, da man versucht alles so schnell und einfach zu erklären um dann zur eigentlichen Handlung überzugehen. Erst im späteren Verlauf hat man dann das Gefühl, dass alles in der richtigen Geschwindigkeit erzählt wird. Die Serie selbst bemüht sich nicht um anständige oder gut durchdachte Handlungen, sondern eher auf die Charaktere und kommt oft mit Drama oder Comedy daher. Wie der Protagonist bleibt die Serie simpel und die Charaktere handeln oft unüberlegt und impulsiv, was die Serie storytechnisch leider einfach nicht interessant genug macht.

Charaktere

Wahrscheinlich sind die Charaktere das Beste an der Serie. Auch wenn die Designs mit ihren bunten, abgedrehten Haaren und Outfits sehr überdreht wirken, sind die Charaktere an sich trotzdem sehr interessant und individuell. Der Protagonist Mahiru ist als Einziger ein wandelndes Klischee: er handelt nur nach irgendwelchen Instinkten, denkt nie nach und ist ziemlich vorhersehbar. Bei den restlichen Charakteren hat man dann eher vermehrt das Gefühl, dass sie Persönlichkeit besitzen und ihre eigenen Ziele besitzen. Leider kamen aber auch ein paar viel zu kurz und waren deswegen einfach nur da. Licht und Lawless waren die einzigen beiden, die eine interessante Entwicklung durchgingen, bei der auch nichts überholt wirkte. Kuros Entwicklung wurde dann kurz vor dem Bosskampf reingequetscht und wirkte einfach nur unlogisch. Kurz gesagt: Es gab einfach zu viele interessante Charaktere dessen Entwicklung und Hintergründe man - bis auf zwei - einfach komplett ignorierte.

Musik

Das von OldCodex (bekannt durch Free!) gesungene Opening "Deal with" wirkt für die Serie zwar etwas zu ernst und brutal, ist aber trotzdem ganz nett zum Anhören. Das Ending wiederum ist einfach viel zu fröhlich und passt gar nicht, auch wenn der Sprecher von Mahiru einen guten Job geleistet hat. Zudem sind für die Tanzeinlagen die Animationen einfach nicht ausreichend. Die Hintergrundmusik war nur okay und stach kaum heraus.

Fazit

Wenn man Servamp das erste Mal sieht, besonders die Handlung, wird man sich denken: "Wieder eine dieser 0815-Fantasy/Shounen-Serien..." Mehr ist Servamp nun auch nicht. Auch wenn wieder mal Vampire dabei sind, haben diese in der Serie kaum eine Bedeutung. Die Handlung an sich ist nichts Besonderes, genauso wenig wie die Animationen oder der Zeichenstil. Die Musik ist etwas unpassend, aber nicht unbedingt schlecht. Die Charaktere sind das Beste an der Serie, mit der großen Vielfalt an individuellen Gesichtern und Outfits. Auch wenn der Protagonist ein wandelndes Klischee ist, hatten ein paar trotzdem einen guten Auftritt und besonders die sehr interessanten "Ticks" waren immer witzig anzusehen. Man kann sich die Serie anschauen, wenn man keine hohen Ansprüche stellt oder den Manga dazu bereits kennt und mag. Empfehlen würde ich sie aber leider eher nicht.

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