Orange (Anime)

| Oct 23, 2016

Informationen

Titel: Orange
Genre: Drama, Romance, School, Sci-Fi, Shoujo
Erscheinungsjahr: 2016
Regie: Hiroshi Hamasaki
Musik: Hiroaki Tsutsumi
Animationsstudio: Telecom Animation Film
Episoden: 13 (~24min)
Format: Serie

Kurzbeschreibung

Die junge Naho Takamiya staunt nicht schlecht, als sie eines Tages einen Brief aus der Zukunft erhält. Der Absender ist sie selbst, genau genommen ihr Ich zehn Jahre in der Zukunft. Zuerst hält sie es noch für einen Scherz doch sie merkt bald, dass die Ereignisse, die in dem Brief beschrieben werden, tatsächlich eintreffen. Doch warum sollte ihr älteres Ich ihr verraten was passieren wird? Der Grund sind die Bedauern, die die 26-jährige Naho einfach nicht ruhen lassen. Darum bittet sie ihr jüngeres Ich nicht dieselben Fehler zu machen, damit sie später nichts zu bereuen hätte. Besonders im Auge behalten soll sie ihren neuen Mitschüler Kakeru, der gleich zu Beginn an ihre Schule wechselt. Denn wie sich in ihrem Brief herausstellt wird er noch eine bedeutende Rolle für ihre Zukunft spielen...

Bewertungen

Animation/Zeichenstil

Sowohl die Animationen als auch der Zeichenstil sind beide leider unterdurchschnittlich. Obwohl der Zeichenstil gut zur Story passt, wirken die Zeichnungen an sich oftmals unproportional und Charaktere im Hintergrund besonders grob. Die Animationen lassen sehr zu wünschen übrig. Während diese anfangs noch ganz okay aussehen, wird später kräftig heruntergeschraubt und viele Standbilder eingefügt.

Handlung

Orange schlägt ab Folge 2 in eine sehr unerwartete Richtung ein. Hier sollte man sich am besten nicht spoilern lassen! Untypischerweise geht diese Serie eher in Richtung Drama und versucht durchgehend ernst und auch traurig zu bleiben. Das wurde nur leider nicht gut umgesetzt, denn viel zu viele Szenen wirken einfach nur erzwungen. Es wäre besser für die Serie gewesen, wenn sie nicht ständig versucht hätte witzig oder romantisch zu sein - denn das war sie nicht. Was eine interessante Geschichte rund um Tabuthemen und Bedauern sein soll, wirkt einfach nur wie eine klischeehafte Liebesgeschichte zwischen zwei Teenagern. Auch wenn es einen Pluspunkt dafür gibt, dass sich die Serie an ein solch' düsteres Thema heranwagt, vor allem da sie einem sehr nah gehen kann. Was das Thema "Zeitreisen" angeht hat man sich zum Schluss dann gar keine Mühe mehr gemacht, dieses anständig zu klären.

Charaktere

Die Charaktere gehören zum größten Schwachpunkt der Serie. Naho als Protagonistin versagt einfach komplett. Die meiste Zeit verfolgt man nur ihre Gedanken, die zwar an sich nachvollziehbar sind aber sagen und tun, tut sie fast nichts. Kakeru und Suwa sind dafür die einzigen beiden Highlights der Serie. Ersterer ist ein Charakter, den man selten in Shojou-Serien sieht und eine interessante Entwicklung durchmacht. Eine Folge aus seiner Sicht zu zeigen war auch eine gute Idee, da es der Serie einen besseren Blickwinkel gibt. Und Suwa macht einfach all das richtig, was Naho nicht getan hat, aber hätte tun sollen! Die übrigen Charaktere wirken einfach nur wie aufgestellt und fühlen sich nicht wichtig an, besonders die, die nur als Lückenfüller dienen.

Musik

Diese ist leider überhaupt nicht erwähnenswert. Das Opening an sich ist zwar ganz nett, wirkt jedoch fast ein wenig zu fröhlich und viel zu "actionreich" obwohl die Charaktere an sich ja nicht so viel tun. Das Ending hingegen ist ruhig und lässt die Serie mit ein paar eingeblendeten Zeichnungen ausklingen. Es ist also nichts Besonderes. Bezüglich Hintergrundmusik gibt es auch nichts zu sagen.

Fazit

Orange ist ein sehr schwieriger Titel, da die Geschichte an sich sicher gut hätte sein können, aber es einfach nicht wurde. Von den Animationen, sowie Zeichnungen und der Musik einmal abgesehen - die eben einfach schlecht waren - mangelt es der Serie an weiteren wichtigen Punkten. Bis auf zwei Charaktere sind alle anderen unwichtig und besonders die Hauptperson unbrauchbar. Was wie eine typische Liebesgeschichte aussieht, aber eigentlich Drama hätte sein sollen, wurde einfach grob zusammengewürfelt und ist deswegen einfach nicht ernstzunehmen. Trotzdem wagt sich der Anime an eine ernste Thematik, die ihn herausstechen und interessant wirken lässt. Ob dieses Thema gut durch Kakeru dargestellt wurde, darüber lässt sich streiten. Lohnt sich diese Serie nun? Ich würde sagen, leider nein. Sie bietet interessante Grundmotive und für diejenigen, die ernstere Themen mögen scheint sie sicher interessant zu sein. Man kann sie sich ansehen, wenn man seine Erwartungen herunterschraubt und einfach eine traurige, aber schöne Serie genießen will. Kritkern rate ich lieber die Finger davon zu lassen...

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