Corpse Party: Blood Drive

| Oct 31, 2016

Informationen

Titel: Corpse Party: Blood Drive
Plattform: PS Vita
Publisher: Marvelous USA/XSEED Games
Entwickler: TeamGrisGris, 5pb.
Altersfreigabe: USK: 16 | PEGI: 18 | ESRB: +17
Medium: Ladenversion, digital
Audio: Japanisch
Text: Englisch
Genre: Survival Horror
Spielmodus: Einzelspieler
Online-Multiplayer: Nein
Veröffentlichungsjahr: 2014 (JP), 2015 (EU/NA)
Webseite: Offizielle Webseite

Kurzbeschreibung

Der dritte und somit letzte Teil der Corpse Party-Reihe: Blood Drive. In diesem Teil kommt es nun zum Abschluss, also tauche (erneut) ein in die Welt des Grauens...

Bewertungen

Animation/Zeichenstil

Im Gegenteil zu den vorigen Teilen hat man sich bei Blood Drive dazu entschieden, alles in 3D zu animieren. Diese Animationen sind ganz gut gelungen und lassen die Schule noch viel gruseliger wirken als sonst. Zeichentechnisch hat sich bis auf ein paar neue Sprites kaum geändert. Die Charaktere sind alle im Chibi-Stil designed, welcher aber zur Ernsthaftigkeit der Story nicht viel beiträgt.

Handlung

Die Handlung knüpft genau dort an, wo es in Corpse Party: Book of Shadows mit dem letzten Kapitel endete. Trotzdem hat man bei Blood Drive das Gefühl, dass versucht wird eine eigene Handlung zu erzählen, da besonders Sachiko keine wirkliche Rolle mehr spielt. Oft wird man zwischen einzelnen Szenen hin und her geworfen, ohne etwas steuern zu können, und man weiß nicht was gerade passiert. Deswegen wirkt die Story an vielen Stellen sehr unlogisch. Noch dazu kommt verstärkter Fanservice sowie eine extrem unglaubwürdige Handlung, die sich auch in's Lächerliche zieht. Ebenso wirkt dieser Teil kaum mehr gruselig, da der Antagonist nun ein Mensch ist, die Geister keinen triftigen Grund haben uns anzugreifen und Bad Ends einfach detaillos hingeklatscht wirken. Einzig und allein die Extra-Stories bieten interessante Hintergründe, die für den ein oder anderen sicher interessant sind.

Charaktere

Im Großen und Ganzen sind die Charaktere kaum erwähnenswert geschweige denn "gut". Aus dem Sequel Book of Shadows wurden ein paar übernommen und ausgebaut, sowie auch einige neue Personen hinzugefügt. So ziemlich jeder von denen wirkt jedoch sehr stumpf und lächerlich da sie - aus welchem Grund auch immer - irgendwelche übernatürlichen Fähigkeiten bekamen bzw. auch nie irgendwelche logischen Handlungen zeigten. Bekannte Gesichter gab es auch, jedoch wurden diese nicht weiter ausgebaut und blieben in ihrem typischen Verhaltensmustern. Besonders schade ist, dass ein paar Charaktere dabei sind die ihren Erstauftritt in dem - nur in Japan erhältlichen - Sequel vor Blood Drive hatten, und man deswegen keine Informationen über diese hatte. Pluspunkte gibt es aber trotzdem wieder für die tolle Arbeit der Synchronsprecher!

Musik

Soundtechnisch hat sich kaum etwas geändert. Die Musik stammt wieder hauptsächlich von Asami Imai (Ayumis Sprecherin) sowie Artery Vein. Bei der Hintergrundmusik sind alle Tracks gleichgeblieben, es gibt nur ein paar neue. Aufgenommen wurde das ganze auch wieder von dem speziellen Dummy-Head-Micro, welches eine besonders gruselige Atmosphäre schafft und wie immer sehr überzeugen kann.

Gameplay

Auch beim Gameplay wurde gegenüber der Vorgänger-Titeln etwas geändert. Das Ganze wirkt eher wie ein Rollenspiel, da Horror nicht wirklich vertreten ist und man ständig nur am Rumlaufen ist. Dabei muss man besonders vor bösen Geister aufpassen und auch gelegentlich Bandagen oder Batterien aufheben, um gesund zu bleiben. Dazwischengefunkt wird einem auch ständig mit den ewigen Ladezeiten, die überall sind. Gerade diese Punkte können mit der Zeit besonders nerven, da man oft hin und her laufen muss und so viel Zeit verschwendet. Einzelne Visual Novel-Elemente sind auch noch vorhanden, allerdings erschweren die Animationen das Vorspulen der "Sprechphasen". Wie gewohnt gibt es neben den "True Ends" auch wieder "Bad Ends", sowie typische Game Over falls man stirbt oder der Dunkelheit verfällt. Auch nette Extras wie Kurzgeschichten, eine Bilder- und Musikgalerie oder sogar kleine Nachrichten der Synchronsprechern sind vorhanden.

Fazit

Hier bekamen wir also den dritten und letzten Teil der Serie. Es gibt einige Neuerungen, wie die 3D-Animationen, das Spielsystem und Charaktere. Die neuen Charaktere wirken zwar stellenweise interessant aber schwächeln besonders wegen Logik und Glaubhaftigkeit, während man sich bei bekannten Gesichtern nicht wirklich um eine Entwicklung gekümmert hat. Die Handlung bleibt vom Prinzip her ähnlich, allerdings zieht sie sich in's übertrieben Unglaubhafte und wirkt in vielen Fällen unlogisch. Der verstärkte Fanservice lässt diesen Teil zusätzlich noch lächerlich wirken. Nur die wenigen Extrakapiteln waren tatäschlich interessant. Die langen Ladezeiten sowie die ständige Rennerei wegen Batterien oder Flucht vor Geistern rauben einem dann wieder die Nerven. Für diejenigen, die die ersten Teile nicht besonders mochten oder gar nicht kennen, rate ich ab. Einzig und allein eingefleischte Fans können diesen Teil probieren. Besonders Sammler können sich neben der normalen Ladenversion über zwei besondere Editions freuen: die Ever After Edition sowie die Heavenly Host Edition mit zahlreichen Extras!

2 Kommentare:

  1. Ich würde die Animations bewertung als zweites bringen, als erstes sollte für mein empfinden immer die Handlung stehen. Ansonsten ein schön emotionales, ungekünsteltes Urteil das wohl keiner anzweifeln wird. BILDER wären aber noch SEHR wichtig, reiner Text wirkt etwas spröde, aber schöne Texte allemal

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  2. Vielen Dank für deinen Kommentar! :) Unserer Meinung nach ist es egal, ob zuerst Animationen oder Handlung steht, solange das Fazit am Schluss bleibt. Wegen den Bildern stimme ich dir zu, da werden wir uns eventuell noch etwas überlegen. Auf jeden Fall danke für die lieben Worte, und auch Kritik nehmen wir natürlich ernst!

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